Wanderung Schavener Heide

Am Mittwoch, den 08.08.2012, trafen sich 24 Wanderfreunde bei schönem Wetter am Parkplatz des Hochwildschutzparkes in Kommern-Süd.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Wanderführer Dieter Nolden ging es auf einen 6 km langen Rundweg durch die Schavener Heide.

Die dort vorkommende Besenheide präsentierte sich am Anfang ihrer Blüte.

Im laufe der Wanderung erklärte der Wanderführer einge Details zur Schavener Heide. Das belgische Militär nutzte die Schavener Heide bis 1977 als Übungsgelände. Dieses Gebiet von rund 400 Hektar zwischen Kommern, Schaven, Firmenich, Satzvey und Katzvey präsentierte sich danach öde und ausgebrannt. Der Mutterboden war weggeschwemmt, der Wald zerstört. Danach übernahm die Bundeswehr das Übungsgelände.

Im 19. und 20. Jahrhundert zerstörten mehrere Feuer den Holzaufwuchs. So entstanden, begünstigt durch das geologische Grundgestein (Buntsandstein), in der zentralen Zone I (fast 70 Hektar) die trockenen Heidegebiete sowie weitere Heideflächen und Sandmagerrasen in Zone II (330 Hektar). Beide Zonen werden heute wie damals extensiv genutzt und gepflegt, vornehmlich durch Wanderschäferei. Die Besenheide wird alle fünf bis acht Jahre mit einer Maschine gemäht. Eine andere Methode zur Naturverjüngung ist das organisierte Abbrennen einiger Teilflächen.

Das Heidekraut dient als Filter zur Verdichtung von Salinenflüssigkeiten in Kurorten. Seit 2001 steht die Schavener Heide unter Naturschutz und präsentiert sich als Landschaft mit einem besonderen Reiz und Refugium für Fauna und Flora. Sehr bekannt ist die Schavener-Heide nicht. Vielen Tieren, meist Vögeln und Kriechtieren, bietet sie sich als Lebensraum, Brut- oder Durchzugsgebiet an. Die Heide ist Zufluchtsort für eine Reihe von Tieren, die als gefährdete Arten auf der Roten Liste stehen. Wie die Heidelerche und Sumpfohreule.

Nach zwei Stunden ging diese schöne Wanderung zu Ende und wir fuhren nach Mechernich-Eicks ins Bauercafe zur Zehntscheune. Bei hausgemachten Torten und Kuchen in gemütlicher Atmosphäre, mit herrlichem Blick auf Schloß Eicks, ließen wir den Tag ausklingen. Gegen 17.30 Uhr traten wir dann die Heimreise an.

 

Bildergalerie:

 

 

(D.N.)

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